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Mein Umstieg auf Naturkosmetik & natürlichere Beautyprodukte

von Mary

Adé konventionelle Kosmetik & Hallo grüne Kosmetik: Ich berichte euch von meinen Erfahrungen vom Umstieg auf Naturkosmetik und natürlichere Beautyprodukte.

Das vergangene Jahr hat bei mir persönlich viel verändert. Ich achte immer mehr darauf was ich kaufe und konsumiere. So auch bei meinen Beautyprodukten. Nachdem ich jahrelang alles mögliche auf meine Haut geschmiert habe, ist nun Schluss damit. Denn zum Ende des letzten Jahres habe ich meinen kompletten Kosmetikschrank auf Links gekrempelt und bin auf Naturkosmetik sowie Beautyprodukte mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen umgestiegen. Warum das alles und wie es mir dabei ergangen ist, erzähle ich euch in diesem Beitrag.

Meine Beweggründe für den Umstieg auf Naturkosmetik

Jahrelang habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, was so alles in meinen Beautyprodukten drin steckt. Hauptsache, sie haben die gewünschte Wirkung erzielt, gut geduftet oder eine tolle Farbe gehabt. Ich hatte meine Lieblingsprodukte, die ich immer wieder und wieder nachgekauft habe. Dass ich mir dabei einen Haufen Chemie auf Gesicht, Haare und Körper geschmiert habe, war mir nicht bewusst oder schlichtweg einfach egal…

Mit der Geburt meines zweiten Sohnes habe ich dann immer mehr darauf geachtet, was ich – zumindest während der Schwangerschaft und Stillzeit – auf meine Haut lasse. Aber der wirklich ausschlaggebende Grund für meine Umstellung auf natürliche Kosmetikprodukte war im Sommer 2019 nachdem ich eine Sendung über Mikroplastik in Kosmetika gesehen habe. Da habe ich auch das erste Mal von der App CodeCheck gehört.

Für alle, die diese App nicht kennen, mit CodeCheck kann man Produkte aus allen möglichen Bereichen auf bedenkliche Inhaltsstoffe checken. Dafür wird einfach der Strichcode gescannt oder der Produktname eingegeben. Wenn das Produkt bereits in der Datenbank vorhanden ist, bekommt man eine Liste mit allen Inhaltsstoffen, deren Wirkung, Herkunft etc. und man sieht gleich ob das Produkt bedenklich oder „grün“ ist. Ich habe mir die App direkt heruntergeladen, bin einfach mal durch mein Badezimmer gegangen und habe wahllos meine Beautyprodukte gecheckt. Was dabei herauskam, hat mich wirklich erschrocken…

Naturkosmetik Naturseife arrangiert auf Olivenholz-Seifenschale zwischen Blumen

Ich habe kaum ein Produkt gefunden, was nicht bedenkliche Inhaltsstoffe wie aggressive Tenside, Mikroplastik, Silikone oder gar krebserregende Substanzen enthalten hat. Da wusste ich, ich muss etwas ändern. Also habe ich begonnen nach und nach auszusortieren. Zuerst das, was ich ohnehin selten bis gar nicht benutzt habe oder schon viel zu alt war. Vieles habe ich verschenkt oder wenn es noch komplett neu war, sogar verkauft. Manch anderes habe ich noch bis Ende 2019 aufgehoben und versucht aufzubrauchen, weil es mir bei manch meiner Lieblingsprodukte doch nicht ganz so leicht gefallen ist, mich von ihnen zu trennen. Doch ich habe es geschafft und es befinden sich nun (fast) ausschließlich Naturkosmetik oder natürlichere Beautyprodukte in meinem Badezimmerschrank. Warum fast? Das werde ich euch gleich noch erklären.

So war die Umstellung für mich

Wie eben schon erwähnt, war der Umstieg auf Naturkosmetik und weg von meinen gewohnten Produkten wirklich nicht leicht. Besonders leid getan hat es mir bei meinen ganzen dunklen Lippenstiften und Nagellacken. Aber auch die Umstellung meiner Haarpflegeprodukte hatte seine Schattenseiten. Denn wenn die Haut oder die Haare über Jahre hinweg chemische Substanzen gewöhnt sind, kann sich eine Umstellung auf natürliche Pflege auch erstmal negativ auswirken. Und das hat es bei mir vor allem bei den Haaren. Denn hier habe ich bisher leider noch keine Haarpflege gefunden, die meine Haare gut annehmen. Sie sind strohig, trocken und widerspenstig.

Aktuell probiere ich aber ein selbstgemachtes Haarwasser aus Leinsamen, Rosmarin und grünem Tee aus, welches ich nach dem Haare waschen anwende und es scheint etwas Besserung in Sicht. Wenn ich das lange genug getestet habe und es wirklich gut ist, kann ich euch gerne das Rezept hier auf den Blog stellen. Haarseifen habe ich noch nicht ausprobiert, aber das steht dieses Jahr auf jeden Fall noch auf dem Plan.

Yverum Naturkosmetik Tagespflege und Serum

Meine Haut hat die Umstellung besser vertragen, da ich hier ohnehin schon gerne die Pflegeprodukte von Lavera verwendet habe. Und in Sachen Make-up bin ich gerade auch noch am ausprobieren und suchen. Ein paar tolle Make-up Produkte konnte ich dank des Naturkosmetik-Adventskalenders von Benecos bereits kennen lernen. Was mir aber noch fehlt, ist eine richtig schöne Foundation. Das Hydro Make-up von Alverde hat mich da schon mal überhaupt nicht überzeugt. Aber dank meiner neuen Leipziger Lieblings-Naturdrogerie kann ich ein paar Proben mit verschiedenen Farbtönen von der Dr. Hauschka Foundation ausprobieren und hoffe, hier vielleicht fündig zu werden. Wenn ihr weitere Tipps für mich habt, gerne her damit.

Ein Umstieg auf Naturkosmetik wäre nicht komplett, wenn man nicht auch das Parfum umstellt. Deshalb stehen natürliche Düfte ebenfalls bereits auf meiner Liste. Ich konnte auch schon die Naturdüfte von Alverde testen und mag sie sehr. Natürlich ist man hier etwas eingeschränkter als bei normalen Parfums. Aber man muss bedenken, dass auch hier sehr viele schädigende Zusätze drin stecken können. Und hier kommt auch mein „fast“ vom Anfang wieder mit ins Spiel. Denn ein paar meiner teureren Parfums habe ich behalten und werde sie auch weiterhin nutzen, auch wenn nicht mehr direkt auf der Haut oder im Haar, sondern eher auf der Kleidung. Warum das besser ist und mehr über bedenkliche Inhaltsstoffe in Parfums, lest ihr in diesem Beitrag von Lisa Firle. Wenn diese Parfums dann auch aufgebraucht sind, werde ich sie dennoch nicht nachkaufen, sondern mir geeignete Naturdüfte suchen.

Alverde Naturkosmetik Naturdüfte

Zertifizierte Naturkosmetik & Greenwashing

Wenn ihr auch auf Naturkosmetik umstellen wollt, kann das einen erstmal ganz schön überfordern. Denn so viele Produkte versprechen natürliche Inhaltsstoffe oder setzen auf ein „grünes“ Äußeres. Aber bei genauerem Hinsehen sind diese gar nicht so Grün. Das nennt man Greenwashing und findet man leider viel zu häufig. Besonders bei Marken, die normalerweise nicht als Naturkosmetik bekannt sind. Und da der Begriff „Naturkosmetik“ leider nicht geschützt ist, darf das theoretisch jeder auf seine Produkte schreiben. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man auf zertifizierte Naturkosmetik mit vertrauenswürdigen Siegeln wie NaTrue, BDIH, Ecocert und COSMOS zurückgreifen. Allerdings gibt es auch gute Marken oder auch nur einzelne Produkte, die auf 100% natürliche Inhaltsstoffe setzen und sich so ein Siegel nicht leisten wollen oder einfach darauf verzichten. Hier kann man die Inhaltsstoffe mit den Apps CodeCheck oder auch ToxFox checken.

Was haltet ihr von Naturkosmetik? Seid ihr vielleicht auch schon umgestiegen?

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[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Werbung in Form von Marken-/Produktnennungen. Mehr Infos.]

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6 Kommentare

Claudia 14. Januar 2020 - 10:12

Ein sehr schöner Beitrag und tolle Bilder. Und super, dass du es geschafft hast auf Naturkosmetik umzusteigen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es besonders bei Cremes und Shampoos da manchmal Probleme geben kann
Beim Duschzeug finde ich zwar, dass die Düfte nicht so lange auf der Haut bleiben, dafür aber alles viele gesünder für uns und für die Umwelt ist.
Ich fühle mich auch einfach besser
Ich freue mich jetzt schon auf viele natürlich Produkte von dir

Antworten
Mary 14. Januar 2020 - 12:55

Dankeschön liebe Claudi. Es ist schön, dass es nicht nur mir so geht. Wobei mich das bei den Duschen eigentlich nicht so stört. Nur mit den Haarprodukten ist es echt so eine Sache. Aber wie gesagt mit dem selbstgemachten Haarwasser scheint es derzeit ganz gut zu funktionieren. Noch ein wenig weitertesten und dann berichte ich.:-)

Liebe Grüße,
Maria

Antworten
Maria 9. Februar 2020 - 11:47

Ich würde aber bei Naturkosmetik wegen der ätherischen Öle aufpassen. So haben Lavendelöl und Teebaumöl zum Beispiel Auswirkungen auf das Hormonsystem. Sie haben in Studien nachgewiesene schwache östrogene und antiandrogene Aktivitäten, die zu einem Ungleichgewicht der Östrogen- und Androgen-Signalwege beitragen können.

Genau solche Informationen stellt einem Codecheck aber nicht zur Verfügung, weshalb ich die App sehr kritisch sehe. Mir ist bei Codecheck auch aufgefallen, dass sie manchmal Quellen zitieren, die aber gar nicht das ausdrücken, was angeblich drin stehen soll. Nimm zum Beispiel Aluminium Hydroxid. Das wird mit Verweis auf eine Quelle abgewertet, in der es aber um Aluminium Chlorhydrat geht – zwei ganz verschiedene Stoffe.

Eine mündige Verbraucherin zu sein, finde ich extrem wichtig. Keine Frage. Nur ist Codecheck nicht die beste Möglichkeit, sich mit Informationen zu versorgen.

Antworten
Mary 9. Februar 2020 - 20:41

Liebe Maria,

danke für deinen Kommentar und die Infos. Das mit den Ölen finde ich interessant und werde ich mir definitiv noch einmal genauer anschauen.

Das mit Codecheck kann ich leider nicht beurteilen, da ich die App noch nicht lange genug dafür nutze. Aber ja, das ein oder andere Mal hätte ich mir auch mehr Informationen über bestimmte Inhaltsstoffe gewünscht. Aber ich denke, die App zu nutzen (gerade als Anfängen in Sachen Inhaltsstoffen) ist immer noch besser, als einfach alles unwissend zu kaufen. Kannst du denn eine andere App oder Webseite empfehlen, die hilfreicher ist als Codecheck? Ich bin dankbar für jeden Tipp.

Liebe Grüße,
Maria

Antworten
Maria 10. Februar 2020 - 15:36

Ehrlich gesagt kann ich nur empfehlen, möglichst Studien selbst zu lesen. Es gibt zwar noch andere Seiten, die Kosmetik checken, aber so richtig 100 Prozent zufrieden bin ich mit keiner. Hautschutzengel geht noch einigermaßen.
Ansonsten finde ich auf Instagram diese Accounts informativ: theecowell, labmuffinskincare, dr.ginza, skinperspective, bonniegarner, thebeautybrains2018 und kindofstephen.
Liebe Grüße

Antworten
Mary 11. Februar 2020 - 12:32

Oh danke, für die ganzen Empfehlungen. Das schaue ich mir die Tage dann mal in Ruhe an.

Ich wünsche dir noch eine schöne Woche!

Liebe Grüße,
Maria

Antworten